Trading Ausbildung – Wie wird man eigentlich Trader?

Eine der häufigsten Fragen von Einsteigern ist, ob es eine “formelle” Trading-Ausbildung gibt oder wie man eigentlich Daytrader werden kann.

Das Thema Daytrader werden haben wir hier bereits ausführlich behandelt. Heute geht es speziell um die Trading-Ausbildung.

Zunächst muss man dazu unterscheiden, in welche Richtung man gehen will. Zwei mögliche Richtungen gibt es dafür:

  • Den privaten Händler, der auf eigene Rechnung mit seinem eigenen Geld handelt
  • Den Berufstrader, der für Institutitionen wie Banken oder Fondsgesellschaften handelt.

Die Ausbildung zum privaten Trader

Auf dieser Seite liegt der Fokus ganz klar auf privaten Tradern. Das ist ja einer der großen Vorteile am Trading, dass jeder, es jederzeit und überall lernen und umsetzen kann. Es Bedarf keiner Schulabschlüsse, Prüfungen oder Zertifikate.

Trotzdem ist eine Ausbildung, in der man sich die notwendigen Trading-Grundlagen aneignet, auch für private Trader enorm wichtig, da die Wahrscheinlichkeit sonst sehr hoch ist, dass du Geld verlieren wirst.

Für so eine privat Trading-Ausbildung gibt es diverse Möglichkeiten. Am besten ist es mit einem passenden Buch zu starten.

Folgende Bücher sind empfehlenswert und speziell für Einsteiger geschrieben:

  • Daytrading für Einsteiger
  • Trading-Psychologie
  • Das große Buch der Markttechnik (Mischung aus Roman und Fachbuch)

Ergänzend dazu eignen sich Online-Kurse, da einige Inhalte in Videoform besser verständlich sind.
Starte dazu am besten einfach mit unserem kostenlosen Webinar, in dem wir dir die Grundlagen der Börsen und einer einfachen einsteigerfreundlichen Trading-Strategie für den erfolgreichen Börsenhandel vorstellen.

Sobald du dir die Grundlagen angeeignet hast ist das einzige was du tun musst: Üben, Üben, Üben.

Die Herausforderungen beim Trading sind eher mental. Der häufigste Grund, warum private Trader verlieren, sind die eigenen Emotionen. Gier, Angst vor Verlusten oder Unsicherheit sorgen oftmals dafür, dass private Trader Geld an der Börse verlieren. Wir haben deshalb in unser Trading-Starter-Box die häufigsten Trading-Fehler auch nochmal zusammengestellt.

Die Kosten einer privaten Trading-Ausbildung

Die Kosten variieren von teils kostenlos, weil bereits viele Informationen auf YouTube und in diversen Blogs verfügbar sind, bis hin zu hohen 5-stelligen Beträgen.

In der Regel sparen Kurse und Bücher dir wertvolle Zeit und ggf. teure Fehler, so dass du an der Stelle nicht sparen solltest. Wenn du die 10 Euro für ein Buch nicht übrig hast, oder nicht die Disziplin hast, ein ganzes Buch zu lesen, dann ist Trading ohnehin nicht das richtige für dich.

Ansonsten musst du selbst entscheiden, was dir deine Ausbildung wert ist. Wenn du den oben beschriebenen Weg gehst, hälst du die anfänglichen Kosten erstmal minimal und kannst mit geringem Risiko starten. Deshalb empfehlen wir dir auch diesen Weg zu wählen.

Zusätzlich zu den Kosten für die Informationen solltest du dein Trading-Startkapitel einberechnen und auch damit rechnen, dass du dieses als “Lehrgeld” einsetzt.

Wie lange dauert so eine Trading-Ausbildung?

Das hängt davon ab, wie viel Zeit du bereit bist, zu investieren. Außerdem auch von deinem Vorwissen, deiner Disziplin und vielen anderen Faktoren, so dass sich da keine pauschale Antwort geben lässt.

Du kannst innerhalb weniger Minuten ein Handelskonto eröffnen und den ersten Trade platzieren und mit ein wenig Glück sogar Gewinne erzielen.

Schwierig wird es jedoch, ohne die notwendigen Grundlagen zu lernen, konstant diese Gewinne zu erzielen.

Meiner Erfahrung nach dauert es bei den Meisten mehrere Wochen bis Monate, bis sie konstant profitabel Traden. Die Praxis zeigt aber auch, dass viele diesen Zeitraum gar nicht durchhalten.

Ich empfehle dir, dir mindestens 6 Monate Zeit zu nehmen. Dann hast du verschiedene Marktphasen erlebt und deine Strategie ausführlich getestet. Das ist auch ein guter Zeitraum, um die notwendigen Grundlagen alle zu lernen.

Die Ausbildung zum professionellen Trader

Neben dem privaten Trading, gibt es auch noch die Berufshändler. Der Weg zum Berufshändler führt in der Regel über eine Ausbildung oder ein Studium im Finanzbereich hin zu entsprechenden Institutionen, die an der Börse aktiv sind. Häufig werden jedoch auch Programmierer, Mathematiker oder Spezialisten aus bestimmten Fachbereichen als Trader, Entwickler automatisierter Handelssysteme oder Analysten eingesetzt.

Solche Jobs gibt es bei Banken sein, aber auch Versicherungen, Hedgefonds, private Firmen, etc.

Einige Börsen erfordern dazu auch noch entsprechende Zertifikate und Prüfungen für Händler wie z.B. die Eurex. Details zu der Händlerzulassung findest du hier direkt auf der Seite der Eurex.

Der Fokus der Daytrading-Akademie liegt nur auf der Ausbildung für private Trader. Die Arbeit als institutioneller Trader oder Analyst ist, praktisch wie ein ganz normaler Job auch. Ich würde aus der Erfahrung im professionellen Trading-Umfeld in London sogar eher sagen, dass es ein besonders schwieriger und nervenaufreibender Beruf ist.

Sicher sind die finanziellen Vergütungen auch entsprechend hoch (ein professioneller Trader verdient auch gut 500.000 Euro oder mehr im Jahr + Boni) aber gerade im professionellen Umfeld übernehmen auch immer mehr Algorithmen viele der Aufgaben.

Das für mich wichtigste Argument für das Trading ist ja aber die Freiheit und die Unabhängigkeit, deshalb kam ein Handel als Angestellter für mich nie lange in Frage und ich würde auch davon abraten.

Fazit zur Trading-Ausbildung

Meiner Meinung nach ist es extrem wichtig, sich mit den Trading-Grundlagen zu befassen. Ob im Rahmen eines Buches, Kurses oder eines Mentoren ist dabei jedem selbst überlassen.

Wer meint er können hier Geld sparen, wird dieses in den Meisten Fällen an anderer Stelle drauf zahlen.

Eine Trading-Ausbildung muss aber auch nicht immer teuer sein. Mit guten verfügbaren Büchern kann bereits für weniger als 100 Euro Anfangsinvestition, das Notwendige gelernt werden.

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