Daytrading mit Kryptowährungen – Von den Schwankungen von Bitcoin, Ethereum und Co. profitieren

Innerhalb einer Woche aus 500 Euro über 10.000 Euro machen? Klingt unseriös? Ist es meist auch, aber mit Kryptowährungen ist alles möglich. Bitcoin und insbesondere auch kleinere Kryptowährungen haben extrem hohe Schwankungen. Wenn du diese gehebelt handelst, ist das Potential fast grenzenlos.

Aber gleich Vorweg ein wichtiger Risikohinweis: Der gehebelte Handel mit Kryptowährungen sehr riskant. Es besteht die Möglichkeiten, dein gesamtes eingesetztes Kapital zu verlieren. Du solltest immer nur mit Kapital handeln, welches du übrig hast! Daytrading ist meist kein Weg zu schnellem Reichtum und auch wenn du innerhalb weniger Minuten deinen ersten Trade durchführen kannst, dauert es oftmals mehrere Monate oder gar Jahre, bis du, insbesondere die mentalen Herausforderungen, meisterst.

Wenn das Risiko für dich ok ist, stelle ich dir heute die Grundlagen des Kryptotradings vor, also des kurzfristigen Handelns mit Kryptowährungen. Dies ist ein völlig anderer Ansatz als das langfristige Investieren in Kryptowährungen, da uns die Qualität der einzelnen Währungen und deren langfristige Wertstabilität oder Entwicklung egal sein kann. Außerdem können wir sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren! Also selbst wenn die Medien den Bitcoin mal wieder tot sagen, kannst du auf diese Weise profitieren.

Auf die Grundlagen des Daytradings, werde ich nicht weiter eingehen. Du findest diese in meinem Buch Daytrading für Einsteiger bzw. im Videokurs

Was sind Kryptowährungen?

Eine Kryptowährung ist eine Form von digitalem Geld, welches bis auf wenige Ausnahmen auf der Blockchain-Technologie basiert. Eine weitere Grundlage stellt die Kryptografie dar, woher sich auch der Name Kryptowährungen ableitet. Kryptografie verhindert, dass Transaktionen manipuliert oder Gelder doppelt ausgegeben werden können.

Bereits heute gibt es außer Bargeld auch sogenanntes Buchgeld (Giralgeld), welches ebenfalls rein digital ist. Buchgeld kommt überall zum Einsatz, wo bargeldlos in Form von Kreditkarten, Schecks, Überweisungen usw. bezahlt wird. Trotz seiner weiten Verbreitung, ist Buchgeld jedoch in Deutschland kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es wird geschaffen, indem Bargeld auf ein Bankkonto eingezahlt wird, oder aber ein Kredit gewährt wird.

Kryptowährungen sind eine Form des Buchgeldes, bei dem jedoch keine Banken mehr notwendig sind. Sie können dezentral von jedem mit Hilfe kryptografischer Rechenprozesse erzeugt werden. Genau wie das Buchgeld stellen sie eine Forderung auf Bargeld dar, sind jedoch derzeit in Deutschland, im Gegensatz zu anderen Ländern wie Japan oder Australien, kein gesetzliches Zahlungsmittel. Genau diese Unabhängigkeit besorgt natürlich auch einige etablierte Banken und staatliche Instanzen.

Bei Kryptowährungen wird zwischen dem Bitcoin, und allen anderen, den sogenannten Alternative Coins, kurz Altcoins, unterschieden. Auf coinmarketcap.com finden Sie eine umfassende Übersicht über die wichtigsten Kryptowährungen mit ihrer Marktkapitalisierung. Es gibt derzeit bereits weit über 2000 verschiedene Altcoins und regelmäßig kommen weitere hinzu. Die Wertentwicklung dieser Altcoins hängt aber derzeit immer sehr stark vom Bitcoin als „digitale Leitwährung ab“.

Kryptowährungen werden in Token unterteilt, oft auch Coins oder digitale Münzen genannt, die je nach Währung noch weiter geteilt werden können.

Ein Bitcoin beispielsweise kann in 100 Millionen Teile geteilt werden. Dieser hundertmillionste Teil eines Bitcoins wird nach dem Pseudonym seines Erfinders Satoshi genannt. Also genauso wie ein Euro in 100 Cent geteilt wird, wird eine Kryptowährung weiter unterteilt und kann auch in kleinsten Teilen gekauft werden. Also auch wenn der Bitcoin gerade 5.000 Euro kostet, können Sie einfach 0.01 Bitcoin für nur 50 Euro kaufen. Alleine dieses 50 Euro Investment wären schon viele tausend Euro geworden, wenn Sie zur richtigen Zeit gekauft hätten.

Als Daytrader müssen Sie sich mit den technischen Grundlagen, der Blockchain und der Kryptografie dahinter jedoch nicht befassen. Deshalb belasse ich es auch bei dieser kurzen Einführung in das Thema Kryptowährungen.

Woher kommt der Wert von Kryptowährungen?

Das Konzept Kryptowährungen klingt für viele zunächst wie eine Gelddruckmaschine, die sich jeder zu Hause hinstellen kann und ein bisschen ist es auch so. Genaugenommen machen Staaten und Banken aber nichts anderes, insbesondere mit der aktuellen Finanzpolitik in der EU und den USA wird massenhaft Geld erschaffen ohne jeglichen realen Gegenwert um Staatsanleihen zu kaufen und die Folgen der Finanzkrise aufzuschieben.

Der Wert einer Kryptowährung entsteht wie bei fast jedem anderen Zahlungsmittel einzig und allein dadurch, dass Menschen an den Wert glauben. Hinter staatlichem Geld stehen Banken, Länder, Regierungen oder Staatenbündnisse wie die Europäische Währungsunion. Diese erzeugen ein gewisses Vertrauen in Zahlungsmittel wie den Euro.

Ähnlich ist es bei den Kryptowährungen. Millionen von Menschen und Institutionen weltweit sind übereingekommen, an den Wert der Kryptowährungen zu glauben. Der Wert (Kurs) der jeweiligen Währung ergibt sich dann aus den marktüblichen Prozessen von Angebot und Nachfrage, die wir uns später noch im Detail ansehen werden.

Dass die Bitcoins keinen realen Gegenwert haben, ist eines der häufigsten Gegenargumente, die gegen Kryptowährungen angeführt werden. Aber welchen realen Gegenwert hat denn ein 50-Euro-Schein in der Tasche? Welchen realen Gegenwert hat ein Gemälde von Picasso? Die Antwort ist einfacher als erwartet: Immer genau den Wert, den jemand bereit ist, dafür zu geben.

Wenn Ihnen jemand 1.000 Euro für einen Bitcoin gibt, dann ist dieser 1.000 Euro wert, und wenn Ihnen jemand 100.000 Euro für einen Bitcoin gibt, dann ist dieser 100.000 Euro wert. Mit der weiteren Verbreitung von Kryptowährungen und der dahinterstehenden Technologie wird der Wert einiger dieser Kryptowährungen auch in den nächsten Jahren noch um ein Vielfaches steigen.

Kryptowährungen sind häufig auch viel mehr als nur reine Währungen oder Zahlungsmittel. Viele stellen Anteile und Rechte an technologischen Projekten und Firmen dar und sind eher mit Aktien vergleichbar, insbesondere weil es bei einigen auch feste Dividenden analog zu Aktien gibt. Der Wert dieser Kryptowährungen ergibt sich also auch aus den dahinterstehenden Firmen und Projekten.

Das gute ist, beim Daytrading ist es uns egal, ob eine Kryptowährung steigt oder fällt. Wir profitieren immer. Wichtig ist nur die dahinter stehenden Marktmechanismen zu verstehen und diese sehen wir uns später noch im Detail an.

Die Voraussetzungen für das Daytrading mit Kryptowährungen

Gleich Vorweg die gute Nachricht: Um kurzfristig mit Kryptowährungen zu handeln, sind die gleichen Voraussetzungen wie beim „normalen“ Daytrading mit Aktien oder anderen Finanzprodukten zu erfüllen. Ich habe Ihnen hier nochmals eine kurze Checkliste zusammengestellt:

  1. Sie haben die notwendige Theorie der Kursentstehung und des Handelns an der Börse verstanden (Die Grundlagen können Sie in meinem Buch Daytrading für Einsteiger lernen oder aber im Videokurs.)
  2. Sie haben die notwendige Hardware zum Traden: Meinen aktuellen Trading-PC und aktuelle Empfehlungen finden Sie als Artikel auf der Webseite
  3. Sie haben ein Handelskonto eröffnet und die Metatrader Handelssoftware installiert ( Handelskonto eröffnen / Videoanleitung Kontoeröffnung und Installation von Metatrader ). Das Gute ist: Der auf der Seite empfohlene Broker AvaTrade unterstützt auch den gehebelten Handel mit den wichtigsten Kryptowährungen. 
  4. Sie haben sich entweder für ein Demokonto entschieden oder aber das notwendige Startkapital eingezahlt (Details zum notwendigen Startkapital finden Sie hier)
  5. Sie haben Ihr Tradingtagebuch vorbereitet (Details zur Erstellung des Tradingtagebuches finden Sie hier)

Hinweis: Bitte stellen Sie sicher, dass Sie alle Punkte erledigt haben. Insbesondere auch Tradingplan und Tradingtagebuch sollten vorbereitet sein! Trading ist scheinbar so einfach, weil Sie mit wenigen klicks Geld verdienen können, aber langfristig garantiere ich Ihnen, ist es nicht immer einfach und ohne vernünftigen Plan und eine Kontrollmöglichkeit, sind Ihre Erfolgschancen sehr gering!

Die zwei Arten, Kryptowährungen zu Handeln (CFDs und Exchanges)

Sie können Kryptowährungen einerseits direkt kaufen, das erfolg bei sogenannten Exchanges. Diese funktionieren wie die gute alte Wechselstube und tauschen einfach Ihr Geld von Euro in die jeweilige Kryptowährung um. Dieser ganze Prozess ist derzeit noch etwas komplizierter und da Sie hier keinen Hebel zur Verfügung haben, werde ich den in diesem Artikel nicht weiter betrachten.

Die zweite Möglichkeit ist der Handel über CFDs (Contract for Difference) oder Futures, wie es beispielsweise bei dem Broker AvaTrade möglich ist. Das gute daran ist, Sie müssen sich gar nicht mit den ganzen Grundlagen befassen. Der Kauf/Verkauf erfolgt bequem per Mausklick wie bei normalen Aktien oder Währungen auch.

Das Spannende an CFDs und Futures ist, dass Sie hier auch leicht von fallenden Kursen profitieren und gehebelte Positionen handeln können. Insbesondere für Daytrader und sehr kurze Haltefristen ist dies eine sehr interessante Möglichkeit. Für Einsteiger eignen sich CFDs gut, da diese ein geringeres Startkapital voraussetzen. Futures werden wir hier jetzt zunächst nicht weiter betrachten.

Contract for Differences (CFDs) sind ein Derivat und ein Hebelprodukt. Wenn der Bitcoin 3.000 Euro wert ist, ist der CFD auf den Bitcoin also auch 3.000 Euro wert. Der CFD bildet also immer genau den Wert der jeweiligen Kryptowährung ab. Es ist lediglich eine Vereinfachung des Handelns, da CFDs ganz normal bei Ihrem Broker gekauft und verkauft werden können, ohne Verzögerungen oder komplizierte Transaktionen.

Die Vorteile des Handelns von Kryptowährungen mittels CFDs

  • Die Broker bieten Sie eine bereits seit vielen Jahren etablierte Infrastruktur mit professionellen Handelsprogrammen und somit meist den einfacheren Handel, da keine weiteren Accounts benötigt werden und der Umtausch in „Echtgeld“ Währungen automatisch erfolgt.
  • Die Broker sind sogenannte Marketmaker, das heißt Sie handeln nicht mit anderen Marktteilnehmern, sondern direkt mit dem Broker. Es ist also immer genügend Liquidität vorhanden.
  • Die empfohlenen Broker sind alle staatlich und von diversen Finanzaufsichtsbehörden reguliert und bieten eine Einlagensicherung.
  • Contract for Differences (CFDs) sind ein Derivat und ein Hebelprodukt. Wenn der Bitcoin 3.000 Euro wert ist, ist der CFD auf den Bitcoin also auch 3.000 Euro wert.

Welche Kryptowährungen sind für den kurzfristigen Handel geeignet?

Dazu sollten Sie auf zwei Merkmale achten:

  1. Eine hohe Liquidität: Also das die Währung viel gehandelt wird.
  2. Eine hohe Volatilität: Also die Kursschwankungen, wobei das bei Kryptowährungen fast immer gegeben ist.

Ich nenne Ihnen nachfolgend eine Reihe von Kryptowährungen mit denen Sie beginnen können:

  • Bitcoin (BTC)
  • Ethereum (ETH)
  • Ripple (XRP)
  • EOS (EOS)
  • Bitcoin Cash (BCC/BCH)
  • Litecoin (LTC)
  • DigitalCash (DASH)
  • ZCash (ZEC)
  • NEO (NEO)
  • Stellar (XLM)
  • Cardano (ADA)
  • Tronix (TRX)
  • Monero (XMR)
  • Bitcoin Gold (BTG)
  • NEM (XEM)

Der erste Trade

Wenn Sie das Handelskonto eröffnet haben und die Handelssoftware Metatrader heruntergeladen haben, können Sie mit dem praktisch Handel beginnen. Das nachfolgende Video zeigt die Eröffnung und installation.

Sie finden anschließend in der Liste der Handelssymbole die verschiedenen Kryptowährungen mit Ihrem jeweiligen Kürzel, wie oben angegeben.

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