Margin – Große Gewinne an der Börse mit kleinem Einsatz

Große Gewinne an der Börse mit kleinem Einsatz – die Margin macht es möglich. Was die Margin ist, wie du davon profitieren kannst, was Margin-Handel, Hebelprodukte und CFDs sind und wie das alles funktioniert, darum geht es auf dieser Seite.

Was ist eine Margin?

Die Margin (deutsch: Sicherheitsleistung) ist ein Geldbetrag, der beim Kauf von gehebelten Finanzprodukten wie CFDs hinterlegt und zur Aufrechterhaltung einer offenen Position benötigt wird.

Wie hoch der Betrag den du als Margin hinterlegen musst konkret ist, ergibt sich aus den Margin-Anforderungen, die vom Broker in der Regel in Prozent angegeben werden. Bei DAX-Aktien beispielsweise sind es in der Regel 5%.

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Hinweis: Die Margin ist nicht zu verwechseln mit der Gewinn-Marge. Die Gewinn-Marge ist die Differenz zwischen dem Verkaufspreis eines Produkts bzw. einer Dienstleistung und den Produktionskosten oder das Verhältnis von Gewinn zu Einnahmen. Das ist also ein ganz anderer Bereich, auch wenn es oft ähnlich klingt. 

Praktisch bedeutet das, dass du eine Aktie für 100 Euro kaufen kannst, aber nur 5 Euro (Margin) für den Kauf benötigst.

Du bekommst also beim Margin-Handel eine Art Kredit zum Kauf von Vermögenswerten von deinem Broker geliehen. Der Broker ist somit Kreditgeber und die Margin auf deinem Konto dient als Sicherheit. Ähnlich wie bei einer Mietkaution für eine Wohnung, wo du auch einen bestimmten Betrag hinterlegen musst, damit der Vermieter gegen eventuelle Schäden abgesichert ist.

Wenn du z.B. mit einem Margin von 20 zu 1 handelst, dann kannst du für jeden 1,00 Euro Guthaben in deinem Handelskonto, 20 Euro in einem Handelsgeschäft handeln. Dies hat sowohl seine Nachteile als auch Vorteile. Welche das sind, sehen wir uns gleich an.

Die Grundlagen des Margin-Handels

Der Margin-Handel erfordert ein Margin-Konto. Dies ist ein separates Konto von deinem Cash-Konto, dem Standardkonto. Die benötigte Anzahlung um eine Position zu eröffnen ist die Einstiegs-Margin. Bevor Du ein Margin-Konto beantragst ist es wichtig, die Hauptunterschiede zwischen dem Margin-Konto und einem Cash-Konto zu verstehen.

Alle Wertpapiere auf deinem Margin-Konto (Aktien, Anleihen usw.) werden als Sicherheit für einen Margin-Kredit gehalten.

Wenn dein Broker dich kontaktiert, weil der Saldo deines Handelskontos unter die Margin-Anforderungen für eines deiner aktiven Geschäfte gefallen ist, nennt man das einen Margin-Call.

Damit deine Position bestehen bleibt, musst du so viel Geld auf dein Handelskontos einzahlen, dass dein Kontostand wieder der Margin-Anforderung entspricht. Das zusätzliche Kapital wird als Halte-Margin oder fortlaufende Margin bezeichnet.

Das heißt, wenn du einem Margin-Call nicht durch die Hinterlegung zusätzlicher Vermögenswerte nachkommst, kann dein Broker einige oder alle deiner Investitionen verkaufen, bis die erforderliche Eigenkapitalquote wiederhergestellt ist.

Hinweis: Du kannst jedoch nie mehr Geld verlieren, als du eingesetzt hast. Seit 2017 sind Geschäfte mit der sogenannten Nachschusspflicht in Deutschland für Kleinanleger verboten. Details dazu hier auf der Seite der BAFIN. 

Um die unangenehmen Margin-Calls zu vermeiden, solltest du dein Handelskonto regelmäßig und genau kontrollieren. Zudem solltest du Stop-Loss-Ordern bei jeder Position einrichten um das Risiko eines Margin-Calls zu minimieren.

Wie ein Margin-Handel aussehen könnte

Du zahlst 10.000 Euro auf ein ansonsten leeres Margin-Konto ein. Dein Broker verlangt 50% Margin und derzeit 7% Zinsen für Kredite unter 50.000 Euro.

Du beschließt VW-Aktien zu kaufen. Auf einem Cash-Konto wärst du auf deine eingezahlten 10.000 Euro beschränkt. Durch den Einsatz von Margin leihst du dir den maximal zulässigen Betrag von 10.000 Euro, so dass du insgesamt 20.000 Euro investieren kannst. Du verwendest fast das ganze Geld, um 1.332 Aktien zu einem Preis von je 15 Euro zu kaufen.

Szenario 1:

Nach dem Kauf fällt der Preis auf 10 Euro pro Aktie. Dein Portfolio hat nun einen Marktwert von 13.320 Euro (10 Euro pro Aktie x 1.332 Aktien). Auch wenn der Wert der Aktie gesunken ist, musst du die geliehenen 10.000 Euro zurückzahlen.

Durch die den ausstehenden Schulden in Höhe von 10.000 Euro sind nur noch 3.320 Euro des Aktienwertes dein Eigenkapital. Dein Eigenkapital macht jetzt noch etwa 33% des Margin-Darlehens aus. Der Broker stellt einen Margin-Call aus, wodurch du Bargeld oder Wertpapiere im Wert von mindestens 6.680 Euro hinterlegen musst um dein Eigenkapital wieder auf die 50% Margin-Anforderung zu bringen.

Du hast dabei nur 24 Stunden Zeit, um diesem Margin-Ausgleich nachzukommen. Wenn du die Nachschussforderung in diesem Zeitraum nicht erfüllst, verkauft der Broker deine Aktien in Höhe des Restbetrags.

Hättest du nicht auf Margin gekauft und stattdessen nur die 666 Aktien gekauft, die du dir mit deinem Eigenkapital hättest leisten können, wäre dein Verlust auf 3.330 Euro begrenzt gewesen. Außerdem müsstest du kein Geld nachschießen um deine Position zu halten. Wenn du darauf spekulierst, dass der Aktienkurs sich wieder erholt. Kannst du deine Position einfach halten und warten bis der Aktienkurs wieder steigt.

Da du in diesem Szenario jedoch den Margin-Handel zum Kauf der Aktien genutzt hast, musst du entweder zusätzliche 6.680 Euro einzahlen um den Erhaltungsbedarf wiederherzustellen und hoffen, dass die Aktie sich wieder erholt, oder du musst die Aktie mit einem Verlust von 6.680 Euro verkaufen (zuzüglich der Zinsaufwendungen für den ausstehenden Saldo).

Szenario 2:

Nach dem Kauf von 1.332 Aktien zu 15 Euro steigt der Kurs auf 20 Euro je Aktie. Der Marktwert des Portfolios beträgt 26.640 Euro. Du verkaufst die Aktie, zahlst den Margin-Kredit von 10.000 Euro zurück und erzielst einen Gewinn von 6.640 Euro (Minus die Zinszahlungen für den Margin-Kredit).

Hättest du die Margin nicht zur Erhöhung deines Kapitals verwendet, hätte diese Transaktion nur einen Gewinn von 3.333 Euro eingebracht. Du hast also deinen Gewinn verdoppelt!

Wie eröffne ich ein Magin-Konto?

Der Zugang zu einem Margin-Konto ist relativ einfach. Vorausgesetzt, du kannst das geforderte Eigenkapital aufbringen.

Sobald du das Mindestkapital hast, musst du nur noch das Formular ausfüllen um ein Margin-Konto zu beantragen.

Du kannst so ein Margin-Konto beispielsweise bei dem Broker Flatex kostenlos eröffnen:

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Vorteile des Margin-Handels

Der Vorteil des Margin-Handels besteht hauptsächlich darin, dass du im Vergleich zu deinem Kontostand einen höheren Prozentsatz an Gewinnen erzielen kannst. Außerdem ist der Zeithorizont Normalweise kurz – Du kannst also früher Geld verdienen. Insbesondere in Zeiten großer Schwankungen durch Krisen oder große Nachrichten, kann der Margin-Handel daher eine sehr interessante Chance darstellen, die Rendite zu erhöhen.

Nachteile des Margin-Handels

Der größte Nachteil beim Margin-Handel ist das erhöhte Risiko, aber Rendite kommt immer von Risiko. Die Preise können fallen, auch wenn es sich bei der Investition bereits um eine unterbewertete Aktie handelt.

Es kann sehr lange dauern bis sich der Preis einer Aktie wieder erholt, was zu höheren Zinskosten für den Margin-Kredit führt. In der Zwischenzeit musst du möglicherweise Gelder auf deine Konten einzahlen um die Margin-Anforderung aufrechtzuerhalten.

Außerdem solltest du nur mit Margin handeln, wenn du das Geld übrig hast und bedenken, dass der Margin-Handel aufgrund der Zinsen und erhöhten Risiken, eher für kurz bis mittelfristige Trades geeignet ist.

Fazit

Der Margin-Handel verstärkt die Performance eines Portfolios. Im Vergleich zu einem reinen Aktienhandel besteht das Potenzial mehr Geld zu verdienen.

Deine Rendite erhöht sich, aber auch das Risiko.

Ich denke trotzdem, dass es eine sehr interessante Möglichkeit ist, auch mit wenig Kapital an der Börse hohe Gewinne zu erzielen.