Take-Profit Order – Trading-Gewinne auf Autopilot

Im Trading ist es wichtig, dass du eine Trading-Strategie hast und dich konsequent an diese hältst. Dafür ist es wichtig, dass du im Vorfeld eines Trades, noch bevor du die Position eröffnest, dir bereits Gedanken dazu machst wohin der Kurs idealerweise verläuft und wo ungefähr deine Gewinngrenze ist und wo du im schlechtesten Fall die Position wieder schließt.

Wer sich ein wenig mit der Trading-Psychologie befasst hat, wird erkennen, dass sobald der Trade erstmal eröffnet ist, es häufig zu spät dafür ist, solche Entscheidungen rational zu treffen. Die Praxis hat mir und vielen anderen Tradern gezeigt, dass sobald Verlustängste, Gier, Hoffnung und andere Gefühle im Spiel sind, diese unser Verhalten maßgeblich beeinflussen.

Im Wesentlichen gibt es dafür zwei gute Maßnahmen, die du bereits bei der Eröffnung des Trades ergreifen kannst.

  1. Die Stop-Loss Order – Die dir dabei hilft automatisch eine Position bei erreichen eines bestimmten Kurswertes wieder zu schließen.
  2. Die Take-Profit Order – Die eine Position automatisch bei erreichen eines bestimmten Kurswertes wieder schließt.

Die Stop-Loss Order solltest du immer setzen! Egal was passiert, wie eilig du es hast oder wie deine konkrete Strategie aussieht.

Die Take-Profit Order ist optional aber kann in einigen Fällen sehr nützlich sein.

Was ist eine Take-Profit Order?

Definition: Eine Take-Profit Order schließt eine offene Position zu einem vorher definierten Kurswert mit einer Market-Order, also zum jeweils gültigen bestmöglichen Verkaufspreis. 

Also wenn deine Aktie gerade bei 100 Euro steht und du darauf spekulierst, dass der Kurs steigen wird, kannst du mit der Take-Profit Order bei Eröffnung der Position oder auch danach festlegen, dass die Aktie bei erreichen des Kurswertes von 120 Euro automatisch verkauft wird. So kannst du voll automatisch deine Gewinne sichern.

Automatischer Verkauf bedeutet in diesem Fall, dass eine Market-Order ausgelöst wird und die Aktie somit zum bestmöglichen Preis verkauft wird. (Hinweis: Es gibt auch noch bestimmte Varianten- aber wir betrachten der Einfachheit-halber erstmal nur diese).

Wir die Position geschlossen wird, ist für dich wichtig, um zu verstehen, dass du also nicht zwangsläufig genau 120 Euro für deine Aktie erhältst. Sollte der Kurs danach weiter steigen, kann es sein, dass du auch mehr für deine Aktie erhältst. Sollte der Kurs danach schlagartig wieder Fallen, weil beispielsweise ein offensichtlicher Widerstand erreicht wurde, kann es auch passieren, dass du weniger für eine Aktie erhältst.

Genau für solche Fälle gibt es dann noch spezielle Ordertypen die einen Mindestpreis festlegen, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Wichtig ist, du kannst so automatisch deine erzielten Gewinne mit einer Take-Profit Order sichern.

Wie lege ich einen Take-Profit fest?

Wenn du mit der Handelssoftware Metatrader arbeitest, kannst du direkt bei der Eröffnung der Position einen Stop und einen Take-Profit Kurs festlegen.

metatrader take profit order

Die Abbildung zeigt, wie du direkt beim Anlegen eines neuen Auftrages in Metatrader sowohl den Stop-Loss, als auch den Take-Profit festlegen kannst.

Du kannst das gleiche Fenster aber auch nachträglich erreichen, indem du in der Leiste mit den offenen Positionen am unteren Rand des Bildschirms einen Rechtsklick auf die Position machst und dann Position bearbeiten klickst.

Dann kannst du jeweils einen Take-Profit festlegen.

Wann du einen Take-Profit verwenden solltest

An der Börse gilt die Grundregel, Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen. Also einen Stop-Loss solltest du immer setzen, aber einen Take-Profit nicht immer.

Ein Take-Profit ist in einigen Trading-Strategien wie der Trendfolge-Strategie gar nicht vorgesehen. Bei anderen Strategien, die kurzfristiger sind, wie der Break-Out-Strategie (wird im Daytradingkurs vorgestellt), ist es aber sinnvoll mit einem Take-Profit zu arbeiten.

  • Grundsätzlich, wenn du nur kurzfristig handelst, aber beispielsweise die offene Position nicht überwachen kannst, dann solltest du einen Take-Profit setzen.
  • Wenn der Kurs sehr wahrscheinlich an Kursmarken wie Widerstands- oder Supportlinien abprallen wird, kannst du ebenfalls mit einem Take-Profit arbeiten.

Weitere Einsatzgebiete ergeben sich aus deiner jeweiligen Strategie.

 

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