10 Trading Tipps für mehr Erfolg an der Börse

In dieser kurzen Übersicht erhältst du 10 wertvolle Trading-Tipps für mehr Erfolg an der Börse.

1. Erstelle einen Tradingplan

Ohne Plan und Strategie betreibst du nur Glücksspiel. Professionelles Trading erfordert, dass du weißt, was du tust und was du tun willst.

Der Tradingplan umfasst deine Strategie, deine Risiken, deine Routinen und vieles mehr.

Für langfristigen Erfolg ist der Tradingplan das wichtigste Instrument.

Alle weiteren Details dazu und ein ausführliches Erklärvideo findest du im Tradingplan-Artikel auf der Webseite inklusive einem Muster-Tradingplan zum herunterladen.

2. Risikomanagement

Du hast keine Kontrolle darüber, was der Markt tun wird. Daytrading unterliegt in gewissem Rahmen immer auch dem Zufall.

Alles was du kontrollieren kannst ist einerseits deine innere Einstellung und die psychologischen Aspekte des Tradings und andererseits deine Risiken.

Die Risiken kontrollierst du durch dein Risikomanagement. Dazu gehört beispielsweise, dass du nie mehr als 1% deines Kapitals in einem einzelnen Trade riskierst.

Die zweite sehr wichtige Regel ist, setze immer eine Stop-Loss-Order.

Der Markt kann jederzeit alles machen und auch das Gegenteil und eine Stop-Loss-Order schützt dich davor, zu viel Geld zu verlieren.

3. Zu viele Informationen vermeiden

Erfolgreiches Traden lernen bedeutet, dass du regelmäßig Entscheidungen triffst. Wenn du jetzt in den Supermarkt gehst und hast 10 Erdbeermarmeladen zur Auswahl, denkst du, dass es die Entscheidung einfacher macht als nur eine Alternative zu haben oder zwei? 

Du musst viel mehr vergleichen und der Entscheidungsprozess wird unsicherer, komplexer und langwieriger. Studien zeigen sogar, dass wir in so einer Situation unzufriedener sind und schlechtere Entscheidungen treffen.

Genauso ist es beim Trading. Weniger ist mehr. Vermeide  zu viele Indikatoren, Nachrichten, Märkte oder Strategien. Diese werden dich nicht zu einem besseren Trader machen. 

Nachrichten die öffentlich sind, sind oftmals bereits zu spät, Indikatoren zu ungenau und bedürfen genauerer Analyse und Interpretation und letzten Endes kommt es auf ganz andere Faktoren im Trading an. Deine Strategie, die Disziplin und dass du einen Vorteil am Markt hast.

4. Pausen

Gerade beim Trading sind Pausen extrem wichtig. Nach einem Verlust, nach einer emotionalen Phase, manchmal auch nach Gewinnen, um diese zu behalten.

Mache öfters Pausen, Chancen wird es auch morgen noch geben, und solange du Geld auf dem Handelskonto hast, kannst du diese auch wahrnehmen.

5. Tradingroutinen

Tradingroutinen sind feste Abläufe, die du regelmäßig vor und nach deinen Trades durchführst. Ziel ist es, dein Trading zu vereinfachen, weniger nachdenken zu müssen und vor allem Fehler zu vermeiden. 

Meine tägliche Analyse vor jedem Handelstag, die Kurs- und Marktanalyse vor einem Trade und der Eintrag in das Tradingtagebuch. Das sind alles Routinen, die ich immer wieder durchführe.

Du solltest dir ebenfalls solche für dich passenden Trading-Routinen suchen. 

6. Feste Positionsgrößen

Einer der häufigsten Einsteigerfehler ist, die Größe der gehandelten Position zu verändern. 

Sie handeln einmal 0,5 DAX-Kontrakte und am nächsten Tag 2, den einen Tag 10 Aktien, den nächsten Tag 50 der gleichen Firma. 

Zunächst sei noch einmal gesagt, bestimme deine Positionsgröße anhand des Risikomanagements und deiner Strategie. 

Riskiere soviel, wie du dir leisten kannst und genauso wichtig, wählen einen Betrag, mit dem du dich wohl fühlst. 

Aber innerhalb einer Strategie und eines Marktes, solltest du  bei einer Positionsgröße bleiben.

Häufig traden Anfänger, wenn sie sich besonders sicher sind oder weil sie Verluste ausgleichen wollen, größere Positionen. Dies ist einer der sichersten Wege, das Tradingkonto zu leeren. Nehmen wir an, du lagst richtig und der Trade wirft einen großen Profit ab, denkst du es wird dir leicht fallen, danach wieder die kleineren Positionen und die kleinen Profite zu traden?

Die Erfahrung zeigt, dass dem nicht so ist. Du wirst bei den größeren Positionen bleiben – und ohne richtiges Risikomanagement früher oder später beim ersten Verlust wird dein Handelskonto große Rückschläge erleiden.

Ein weiteres Szenario ist mindestens genauso häufig, viele Trader erzielen konstant gute kleine Gewinne, nur um dann mit einem größeren Trade wieder alles zu verlieren. 

Du musst dann noch einen großen Trade riskieren, nur um den vorherigen wieder auszugleichen und so weiter. Selbst wenn du aus Vorsicht nach einem Verlusttrade die Positionsgröße reduzierst, nur um nicht nochmal so viel zu verlieren, hat dies den Effekt, das du eventuell diesmal richtig lagst, aber nicht so viel Gewinn erzielst, wie du vorher verloren hast. 

Du siehst sicher schon, wohin das führt. Wechselnde Positionsgrößen sind in den allermeisten Fällen der Untergang.

Trade solange mit einer festgelegten Positionsgröße, bis dein Risikomanagement eine Erhöhung zulässt und du mindestens 100 Trades oder einen längeren Zeitraum mit der aktuellen Positionsgröße Erfolg hattest. Dieser Zeitraum muss lange genug sein, um auszuschließen, dass du nur eine Glücksphase in deiner Strategie hattest.

7. Erstelle eine Strategie

Kennst du das Roulettespiel im Casino? 18 Rote Felder und 18 Schwarz und eine grüne Null. 

Du kannst auf Rot und Schwarz gleichzeitig setzen und würdest zu 97,3% gewinnen! 

Klingt erstmal ganz gut, aber bedeutet auch, dass du nur wegen dieser grünen Null in einem von 37 Spielen statistisch gesehen alles verlierst. 

Diese kleine grüne Null ist der Grund, warum das Casino langfristig immer gewinnt. Du kannst sicher das ein oder andere Spiel gewinnen, aber langfristig kann das Spiel nicht geschlagen werden.

Deine Trading-Strategie ist deine persönliche grüne Null. Der Vorteil, mit dem du antrittst. Die Strategie also extrem wichtig und du solltest, bevor du mit dem Trading beginnst, zunächst eine Strategie ausarbeiten. 

Im Buch werden einige mögliche Strategien vorgestellt.

8. Handel in liquiden Märkten

Liquide Märkte bedeutet, dass es möglichst oft zu einer Kursstellung kommt, da durchgehend Transaktionen durchgeführt werden. Dies ist nicht zu verwechseln mit volatilen Märkten, welche großen Kursschwankungen unterliegen. 

In liquiden Märkten hast du in der Regel geringere Handelsgebühren. Außerdem werden deine Market/Stop-Ordern auch nahe dem aktuellen Kurs ausgeführt. In sehr illiquiden Märkten kann es hier zu erheblichen Kursschwankungen aufgrund fehlender Liquidität kommen. 

Für Daytrader ist das nicht geeignet. Im Forex Bereich sind es die Majors, ansonsten alle großen Indizes wie der DAX und der DOW. Alle in den großen Indizes gelistete Aktien zählen auch dazu. Das Ordervolumen oder den Time and Sales Charts kannst du dir in den meisten Handelsprogrammen anzeigen lassen und so die Liquidität einschätzen. 

Beachte auch, dass die größte Liquidität vorliegt, wenn sich die Öffnungszeiten der großen Börsen überschneiden.

9. Keine Market-Order

Als Neuling an der Börse solltest du Market Ordern vermeiden. 

Diese sind die Ursache der meisten impulsiven und spontanen Trades. Nimm stattdessen die Limit- oder Stop Buy Order und setze entsprechende Stop Ordern gleich dazu

Passen diese konkret an deine Strategie an, lege Einstieg und Stopps vorher fest und bleibe auch dabei. Das hilft dir, deine Emotionen während des Tradens zu kontrollieren.

10. Trading-Tagebuch

Der letzte und einer der wichtigsten Tipps: Führe regelmäßig ein Tradingtagebuch und werte dieses vor allem auch aus. 

Nur so kannst du deine Leistung erfassen, Fehler aufspüren und dein Trading kontinuierlich verbessern.

In das Tradingtagebuch trägst du alle Trades ein, deine Stimmung und was sonst noch so dein Trading beeinflusst. Einen ausführlichen Artikel dazu findest du hier.

Fazit zu den Trading-Tipps

Ich kann dir garantieren, wenn du diese Tipps alle beherzigst, wirst du garantiert zum besseren Trader, egal auf welchem Level du dich derzeit befindest. 

Damit die Umsetzung etwas einfacher ist, solltest du einerseits dir die Tradings-Tipps jederzeit sichtbar speichern. Dazu kannst du unsere Trading-Starter-Box herunterladen. 

Außerdem solltest du nicht gleich alles auf einmal umsetzen. Schritt für Schritt zum Erfolg. 

Einsteigern rate ich, diese 10 Tipps vor jedem Handelstag zu lesen und das solange zu machen, bis sie wirklich verinnerlicht sind. 

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